Frühzeitiger Samenerguss (Ejaculatio Praecox) – Wie es dazu kommt und was Mann dagegen tun kann!

Ein fast jeder von uns kennt diese durchaus kleine Peinlichkeit: Man freut sich auf eine heiße Nacht und ebenso auf ein langes und inniges Liebesspiel, doch kaum begonnen, ist auch gleich wieder vorbei!

 

Eine Volkskrankheit – Ursache und Häufigkeit

Tatsächlich ist der frühzeitige Samenerguss, das häufigste sexuelle Problem unter Männern. Definition des frühzeitigen Erguss: Bei Beginn des Geschlechtsaktes (zwischen 15 Sekunden und 3 Minuten) ist der Mann bereits fertig ehe es wirklich begonnen hat. Oftmals reicht schon das bloße einmalige Eindringen aus um den Mann zum Höhepunkt zu bringen. Doch warum ist das so?

Dass es zu diesem Ereignis kommt, ist uns allen bereits schon einmal passiert. Dies kann die unterschiedlichsten Gründe haben, sei es die Anspannung, die Atmosphäre, die Situation, falsche Erwartungen oder schlichtweg die Vorfreude auf das Bevorstehende. Problematisch wird es allerdings, wenn es bei fast jedem Mal vorkommt. Deutschlandweit ist fast jeder dritte Mann davon betroffen. Laut International Journal of Impotence Research leiden rund 30% aller Männer zwischen 18 und 69 Jahren und dessen Partner(innen) an der Volkskrankheit Ejaculatio Praecox. Das sind dreimal so viele, als jene die an erektiler Dysfunktion leiden.

 

Falsche Erwartungen – Mit Pornos belasten wir unsere Psyche!

Viele Männer nehmen den sexuellen Akt wie er heutzutage in Porno-Filmen dargestellt wird als Vorbild und in ihren Köpfen muss es sich genau so abspielen wie auf dem Bildschirm. Insbesondere heranwachsende Jugendliche und Männer, die auch noch weniger Erfahrung mit dem Thema haben, sind meist von dieser doch fälschlichen Vorstellung betroffen. “Wenn es nicht exakt so abläuft, dann war es nicht gut!” Solche oder andere Gedanken setzen sich in den Köpfen der jungen Männer fest und belasten die Psychisch ohne das sie es überhaupt mitbekommen. Es findet praktische eine Manipulation des Gehirns statt, welche den Geschlechtsakt vollkommen falsch verkörpert und zu unnötiger Anspannung führt. Wird dann während des Aktes oder gar im Voraus das Ganze bereits im Kopf visualisiert, wird das Drama gleich vorprogrammiert.

Falsche Darstellungen setzen sich in unserem Unterbewusstsein fest und können psychische Störungen hervorrufen!

Was viele junge Männer jedoch nicht wissen, dass der gezeigte Film, meist Stunden an harter körperlicher und psychischer Arbeit für die Akteure bedeutet und es nicht, wie im Endprodukt abgespielt, 30 – 60 Minuten non stop funktioniert. Gerade für die männlichen Akteure bedeutet dies meist harte körperliche Anstrengung, welche teilweise sogar schmerzhaft endet. Sie müssen eine Erektion für Stunden aufrechterhalten und greifen dafür sogar auf starken Potenzmitteln wie Viagra zurück.

Solche Darstellungen als Vorbild zu nehmen, beeinflusst unsere Psyche und führt zu unnötigen Problemen beim Geschlechtsverkehr.

 

Langzeitfolgen und Beziehungsprobleme

Bei einem dauerhaften Zustand kann dies schwerwiegende Folgen haben. Erhebliche psychische Belastung für den Mann und gleichermaßen für die Beziehung oder den Sexualpartner ist nur eines der auftretenden Probleme. Ein vermindertes Selbstwertgefühl, innerer Stress und Anspannung bis hin zum Vermeiden oder Ablehnen des eigenen Partners können weiterführende Probleme sein, welche die Symptome oder gar das eigentliche Erkrankung noch verschlimmern!

 

Was Mann tun kann – Der Partner spielt eine große Rolle!

Wenn ein Mann tatsächlich chronisch unter dieser Volkskrankheit leidet, sollte es nicht totgeschwiegen werden! Der allererste Schritt sollte immer erst das Gespräch mit seinem Partner sein. Meist kann durch die offene Kommunikation bereits vieles bewirkt werden und die stille Anspannung lösen. Für eine Besserung des Problems reicht es in den wenigstens Fällen allerdings nicht aus! Ist das Gespräch einmal gesucht und die Kommunikation ist offen über dieses Thema, so ist der Partner bereits eine große Unterstützung in der ganzen Angelegenheit. In den meisten Fällen wird dann, gemeinsam, das Gespräch beim Arzt oder Therapeuten ersucht. Mit meist wenigen Gesprächen ist es ihnen möglich eine genauere Diagnose zu stellen. Die Ursache kann jedoch höchst unterschiedlicher Natur sein. In den häufigsten Fällen liegt einer lebenslangen Form des vorzeitigen Samenergusses, bedingt durch eine Fehlsteuerung des an dem Orgasmus und der Ejakulation beteiligten Nervenbotenstoffs Serotonin zugrunde, bei dem eine mögliche Behandlung anschließend angesetzt werden kann. Neben sexual- und paartherapeutischen kommen daher auch medikamentöse Therapieoptionen zum Einsatz.

 

Eine natürliche Aushilfe: Libido steigernde Mittel

Trotz allen Methoden und Tipps kommt es häufig genug vor, dass das Problem weiterhin anhalten ist. Dafür wird neben der therapeutischen auch oftmals auf die medikamentöse Behandlung vorgenommen werden. An diesem Punkt werden gerne Cremes, Gels, Sprays oder andere Produkte verschrieben die eine leichte Betäubung des Glieds hervorrufen soll. Selbst Kondome werden mit gleichartigen Beschichtungen verkauft. Doch wenn man einmal aus gesundheitlicher Sicht darüber nachdenkt, sollte Mann vielleicht nicht sein bestes Stück permanent betäuben.

Ebenfalls, kann auf Potenz steigernde Mittel zurückgegriffen werden. In dem Fall ist allerdings davon abzuraten, Potenzmittel im Sinne von Viagra, Sildenafil oder Cialis zu benutzen, denn schließlich ist eine erektile Dysfunktion an dieser Stelle nicht das Problem. Natürlichen Mitteln, welche die Libido steigern sorgen dafür, dass eine Erektion länger erhalten bleibt. Durch die gesteigerte Libido und das erhöhte Testosteron, wird die sexuelle Leistungsfähigkeit durch die körpereigenen Funktionen verbessert ohne Einwirkung von Fremdkörpern, welche auf das beste Stück aufgetragen werden. Diese libidosteigernden Mittel können auch nach einer gewissen Zeit problemlos abgesetzt werden und die Wirkung bleibt weiterhin bestehen. In den meisten Fällen sind diese Testosteron- und Libidoverstärker entgegen anderen Potenzmitteln rezeptfrei zu erwerben und man erspart sich das peinliche Gespräch mit Arzt.

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Frank ist leitender Redakteur für die Bereiche Gesundheit, Fitness sowie Liebe- und Beziehungen. Seit mehreren Jahren ist er aktiv als Lifestyle-Coach tätig und hat schon hunderten Männern mit der Bewältigung ihrer Probleme geholfen.

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