Gefahr durch Handystrahlung – wirklich gefährlich oder alles nur Panikmache?

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Ob Zuhause, bei der Arbeit oder beim Sporttreiben – das Mobiltelefon hat sich zu unserem ständigen Begleiter entwickelt und ist aus vielen Lebensbereichen einfach nicht mehr wegzudenken. Umso beunruhigender sind die wiederkehrenden Diskussionen über Gesundheitsrisiken, die von Handystrahlung ausgehen sollen. So hört man immer wieder, dass die Handystrahlung für Impotenz, Krebs und Schlafstörungen verantwortlich gemacht werden kann.

Doch was ist wirklich dran an diesen Vorbehalten? Wie gefährlich ist Handystrahlung wirklich und was davon ist nur Panikmache?

Wir haben die wichtigsten Fakten für Sie zusammengetragen und zeigen Ihnen wie Sie mögliche Risiken eindämmen können.

1. Kann Handystrahlung impotent machen?

Sie können durchatmen: Es gibt keinerlei Nachweise, dass Handystrahlung sich negativ auf Ihre Potenz auswirken kann. Allerdings soll eine intensive Handynutzung die Fruchtbarkeit einschränken, wie Forscher der britischen Universität Exeter herausgefunden haben wollen. Demnach sinkt die Mobilität und Befruchtungsqualität von Spermien in Verbindung mit intensiver Handystrahlung, beispielsweise durch ständiges Tragen in der Hosentasche.

2. Kann das Risiko an Krebs zu erkranken durch Handystrahlung steigen?

Ob die Handystrahlung als Auslöser für Gehirntumore verantwortlich gemacht werden kann ist und bleibt ein seit Jahren umstrittenes Thema. Dennoch wollen Forscher in Frankreich nun herausgefunden haben, dass Vieltelefonierer ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Gehirntumoren aufweisen. Ihre Studie zeigt, dass Menschen, die mehr als 15 Stunden im Monat über einen Zeitraum von fünf Jahren mit ihrem Handy telefonieren ein zwei- bis dreimal höheres Risiko aufweisen einen Gehirntumor zu entwickeln.

3. Kann Handystrahlung Schlafstörungen auslösen?

Äußere Einflüsse, Stress, körperliche Beschwerden – Schlafstörungen können zahlreiche Ursachen zu Grunde liegen, die von Mensch zu Mensch stark variieren. Da Menschen auch unterschiedlich auf ähnlich hohe Strahlenbelastungen reagieren, kann in manchen Fällen wohl auch die Strahlungseinwirkung als Grund für ein gestörtes Schlafverhalten aufgeführt werden. So zeigen einige Studien immer wieder auf, dass eine erhöhte Strahlung das Stresssystem unseres Gehirns aktiviert und dadurch die Tiefschlafphase herauszögert und verkürzt.

Bewusster Umgang mit Strahlung

Auch wenn noch keine Langzeitstudien über die Auswirkungen von Mobilfunkstrahlung auf den menschlichen Organismus vorliegen und einzelne Behauptungen noch umstritten sind, ist ein bewusster Umgang mit diesem Thema doch empfehlenswert. Damit Sie die möglichen Risiken so gut wie möglich eindämmen können, hier eine kurze Zusammenfassung von den wichtigsten Tipps um die Bestrahlung auf ein Minimum zu reduzieren:

7 Tipps um Handystrahlung zu reduzieren

1. Benutzen Sie ein Headset

Um einer intensiven Bestrahlung der Gehirngegend vorzubeugen, empfiehlt es sich ein Headset einzusetzen, da die Intensität der elektromagnetischen Felder mit der Entfernung zur Antenne rapide abnimmt.

2. Vermeiden sie intensives Telefonieren

Eine logische Schlussfolgerung: Je weniger und kürzer Sie mit Ihrem Handy telefonieren, umso weniger direkter Strahlung setzen Sie sich aus.

3. Vermeiden Sie Telefonate bei schlechtem Empfang

Wenn Sie bei schlechtem Empfang telefonieren, ist die Strahlung besonders hoch, da Ihr Handy ständig versucht die Verbindung trotz erschwerter Bedingungen zu halten. Vermeiden Sie es daher zu telefonieren wenn Ihr Display wieder einmal wenig Empfang anzeigt.

4. Achten Sie beim Handykauf auf Strahlungswerte

Handys können unterschiedlich stark strahlen, weshalb Sie bei dem Kauf Ihres nächsten Handys unbedingt auf Strahlenwerte achten sollten. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfSS) hat hierzu eine Tabelle mit den Strahlenwerten der auf dem Markt erhältlichen Mobiltelefone erstellt, die regelmäßig aktualisiert wird.

5. Führen Sie Ihr Handy erst ans Ohr, wenn eine Verbindung aufgebaut wurde

Da die Strahlung beim Aufbau einer Verbindung besonders stark ist sollten Sie Ihr Handy erst ans Ohr führen wenn es bei Ihrem Gesprächspartner klingelt.

6. Tragen Sie Ihr Handy möglichst nicht dauerhaft bei sich

Je weiter weg, desto besser. Um sich möglichst wenig direkter Strahlung auszusetzen sollten Sie versuchen Ihr Handy nicht direkt am Körper zu tragen oder beim Schlafen neben Ihren Kopf zu legen. Falls Sie Ihr Handy als Wecker benutzen, schalten sie es einfach in den Flugmodus.

7. Einfach mal abschalten

handyabschaltenAuch wenn wir die Strahlung unserer Mobiltelefone mit nur einem Knopfdruck auf Null reduzieren können, fällt es uns doch schwer einfach mal abzuschalten und uns von unserem Dauerbegleiter zu trennen. Fordern Sie sich selbst heraus und versuchen Sie Ihr Handy so oft es geht auszuschalten. Das reduziert nicht nur die Bestrahlung, sondern macht in einer Zeit, in der man immer und überall vernetzt ist, einfach manchmal den Kopf frei.

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Rebecca Gomec ist Redakteurin für die Ressorts Liebe & Beziehungen sowie Schönheit & Beauty. Bei Fragen und Anregungen ist Sie per Email (rebecca@netz-bote.com) erreichbar.

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